OpenAI Codex mit GPT-5.5 ist die am schnellsten wachsende Coding-Plattform der KI-Welt. In nur zwei Wochen hat die neue Super-App vier Millionen aktive Nutzer gewonnen. Dieser Praxistest zeigt dir, was Codex konkret leistet. Dazu kommt ein direkter Vergleich mit Claude Code und Opus 4.7. Am Ende wird klar, warum OpenAI gerade jetzt massiv in Compute investiert.
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122 Milliarden Dollar und 30 Gigawatt: OpenAIs Compute-Vorsprung
Am 31. März schließt OpenAI eine Finanzierungs-Runde über 122 Milliarden Dollar ab. Die Bewertung liegt bei 852 Milliarden Dollar. In der offiziellen Ankündigung steht ein zentraler Satz. Dauerhafter Zugriff auf Rechen-Kapazität sei der wahre strategische Vorteil. Wenige Wochen später folgt der Beweis mit konkreten Zahlen.
OpenAI plant 30 Gigawatt Rechen-Kapazität bis 2030. Das verdreifacht die alte Ansage von zehn Gigawatt aus Januar 2025. Diese Zahl ist kein PR-Theater. Sie erklärt, warum Sora eingestellt und das halbe Stargate-Team entlassen wurde. Jeder verfügbare Compute-Punkt fließt jetzt in den Coding-Loop.
GPT-5.5 in Zahlen: Tokens, Agent Loops und OS World Verified
GPT-5.5 erledigt Coding-Aufgaben mit deutlich weniger Tokens als sein Vorgänger. Der Kontext reicht bis zu einer Million Tokens ohne starken Qualitäts-Verlust. Auf der OS World Verified erreicht das Modell fast 80 Prozent. Menschliche Tester liegen im Schnitt nur bei 72 Prozent. Damit ist GPT-5.5 am Computer messbar besser als ein Mensch im Schnitt.
Auf der SBCH Pro liegt Opus 4.7 mit 64,3 Prozent vorne. OpenAI verweist hier passiv-aggressiv auf mögliche Memorization der Benchmark-Daten. Auf der Vending Bench 2 landet GPT-5.5 auf Platz drei. Das Modell verhandelt dort ohne Täuschung oder Manipulation. Anthropics Opus zeigt im selben Test deutlich aggressivere Verhandlungs-Tricks.
Codex installieren und einrichten: So startest du als Anfänger
Du installierst Codex direkt aus ChatGPT als MacOS-App. Beim ersten Start wählst du deinen Arbeitsmodus. Programmieren oder tägliche Arbeit stehen zur Auswahl. Codex ist also explizit auch für Nicht-Entwickler gedacht. Diese klare Ausrichtung markiert OpenAIs Schritt zur Super-App.
In der Oberfläche startest du wie in ChatGPT einen Chat. Du wählst Modell, Tempo und Reasoning-Effort. Über Slash-Commands erreichst du dieselben Optionen wie in Claude Code. Skills, Plugins und MCP-Konnektoren machen ganze Kategorien von Software-Abos überflüssig. Die wichtigsten Plugins sind Slack, Gmail, Google Drive, SharePoint und Outlook.
Codex in der Praxis: Buchscanner-App und Landing Page in einem Prompt
Im Test baut Codex aus einem Prompt eine vollständige iOS Mobile App. Die App scannt Buch-Barcodes und speichert Lese-Listen. Parallel entsteht eine animierte Landing Page mit Motion Graphics. Codex nutzt dafür den Paper-MCP für die Anzeige von Komponenten. Der Scan funktioniert beim ersten Versuch über Expo Go auf dem iPhone.
Ein Killer-Feature ist die Steering-Funktion. Du kannst während der Ausführung neue Prompts injizieren. Codex passt seine Arbeit live an. Claude Code wartet hingegen, bis die aktuelle Aufgabe fertig ist. Diese Live-Steuerung gibt es bei keinem anderen Coding-Agent in dieser Form.
Codex bündelt zudem ein Erinnerungs-System für Skills. Aus jeder Aufgabe lernt der Agent neue Muster. Diese Muster legt er als lokale Skill-Files ab. So baut sich dein eigener Codex-Kontext mit jeder Sitzung weiter aus.
Codex vs. Claude Code: Welcher Agent baut besser?
Im direkten Test gegen Claude Code zeigt sich ein klares Bild. Beide Agents bauen einen Link-Tree für alle Everlast-Socials. Opus 4.7 liefert nach fünf Minuten ein pragmatisches Ergebnis. Codex braucht 10 bis 15 Minuten und verliert sich in Iterations-Loops. Das Design-Resultat von Opus trifft den geforderten Stil deutlich besser.
Das Ergebnis bestätigt die Erfahrung aus mehreren Projekten. Codex ist für reine Coding-Aufgaben aktuell langsamer als Claude Code. Für Web-Design und schnelle Frontend-Tasks bleibt Opus 4.7 die stärkere Wahl. Mehr zum direkten Duell findest du in unserem Artikel zum Wettkampf zwischen Claude Code und Codex.
Browser Harness, ChatGPT Agents und das Imagen-2-Rätsel
GPT-5.5 ist besonders stark im Browser-Use. Der neue Browser Harness gibt dem Agent direkten Zugriff auf die Chrome Developer Tools. Im Test verschiebt Codex damit Aufgaben in einem Trello-Klon in Sekunden. Die Steuerung ist deutlich Token-effizienter als Screenshot-basierte Lösungen wie Playwright.
ChatGPT Agents sind ab dem Business-Plan verfügbar. Du erstellst sie über Vorlagen oder mit eigenem Setup. Skills lädst du als ganze Ordner hoch, nicht als ZIP-Datei. Das ist deutlich angenehmer als bei Anthropic Claude. Mehr zur Strategie hinter dieser Logik liest du in unserem Artikel zu Coding-Agents als wichtigstes KI-Interface.
Warum launcht OpenAI ausgerechnet jetzt das rechen-intensive Imagen 2.0? Die Antwort liegt im Agentic-Coding-Loop. Bild-Generierung ist Teil fast jedes Software-Prozesses. Designer, Product Manager und Nicht-Entwickler brauchen visuelle Mockups. Anthropic hat dieses Feld bewusst ausgelassen. OpenAI nutzt diese Lücke jetzt strategisch aus.
Fazit: Was OpenAI Codex GPT-5.5 für deinen Arbeitsalltag bedeutet
OpenAI Codex GPT-5.5 ist der konsequente Schritt zur Super-App für KI-Arbeit. Das Tool ist einfacher für Einsteiger als Claude Code. Die Steering-Funktion und der Browser Harness sind echte Innovationen. Für reine Coding-Power bleibt Opus 4.7 mit Claude Code aktuell die schnellere Wahl. Codex punktet bei günstigen Kosten und einer deutlich breiteren Zielgruppe.
Greg Brockman beschreibt die Zukunft präzise. Du arbeitest bald nicht mehr selbst, sondern führst eine Flotte von Agenten. Wer den Umgang mit Codex, Claude Code und Skills jetzt lernt, baut sich einen massiven Wettbewerbs-Vorteil auf. Das gilt für Angestellte und Unternehmer gleich.








