AGI 2035: Jánszky sieht das Ende der Lohnarbeit

AGI 2035: Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky prognostiziert das Ende der Lohnarbeit, KI-Replikate als Begleiter und humanoide Roboter in jedem Haushalt.

AGI 2035 bezeichnet die These, dass künstliche Intelligenz bis zum Jahr 2035 das menschliche Niveau erreicht. Im YouTube-Interview erklärt Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky diese Prognose. Sein neues Buch 2035 beschreibt das Ende der Lohnarbeit als gesellschaftlichen Kipppunkt.

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Drei Grundlagentechnologien bis 2035

Jánszky nennt drei Felder, die das Jahr 2035 prägen. Dazu zählen die Elektrifizierung der Energie, künstliche Intelligenz und synthetische Biologie. Die synthetische Biologie greift in Wachstumsprozesse von Pflanzen, Tieren und Menschen ein. Laut Jánszky steigt dadurch die Lebenserwartung gesunder Menschen auf 100 Jahre. Nach 2035 hält er sogar 120 bis 150 Jahre für möglich.

Energie gilt ihm als Grundlage von allem. Intelligenz entstehe, wenn ein System Energie umwandelt. Deshalb rücke die Stromproduktion in den Mittelpunkt, vor allem durch Kernfusion. Wer früh in Energie, KI oder Medizintechnik investiert, verbindet sich mit dem stärksten Wachstum.

AGI 2035: Worauf die Prognose beruht

Die Prognose AGI 2035 beruht nicht auf Bauchgefühl. Jánszkys Institut, der 2b AHEAD ThinkTank, führt jede Woche 10 bis 15 Interviews mit Strategiechefs führender Unternehmen. Aus diesen Gesprächen leitet das Institut seine Szenarien ab. Der Grund liegt in der Macht dieser Entscheider. Sie besitzen die Ressourcen, ihre Prognosen selbst umzusetzen.

Jánszky verweist auf Signale aus dem Silicon Valley. Der KI-Forscher Richard Socher gründete ein Startup mit einer Bewertung von 4,5 Milliarden Dollar am ersten Tag. Ziel sei eine sich selbst verbessernde KI, ein Konzept, das Beobachter unter rekursiver Selbstverbesserung diskutieren. Nobelpreisträger Geoffrey Hinton betont, Intelligenz bleibe Intelligenz, egal aus welchem System. Demis Hassabis nennt einen Zeitraum von 2028 bis 2030.

Ende der Lohnarbeit durch Kapitaleinsatz

Der Kern des Buches betrifft die Arbeit. Heute dreht sich die Gesellschaft um acht Stunden Lohnarbeit pro Tag. Diese Struktur löst sich Schritt für Schritt auf. Im Jahr 2035 verortet Jánszky den Kipppunkt. Wertschöpfung entstehe dann nicht mehr aus menschlicher Arbeit, sondern aus Kapitaleinsatz in KI und Roboter.

Investoren im Silicon Valley rechnen mit einer Verhundertfachung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Jánszky zieht daraus eine klare Linie. Wer sein Wissen und sein Geld mit dieser Technologie verbindet, wächst stark. Wer weitermacht wie bisher, verliert den Anschluss. Branchenkenner ordnen diese Dynamik als Post-Labor Economy ein.

KI-Replikate und zwei Roboter als Mitbewohner

Jánszky trennt KI-Agenten von KI-Replikaten. Ein Replikat bildet einen konkreten Menschen nach. Es spricht in dessen Stimme, teilt sein Humorniveau und sein Wissen. Viele Menschen werden mehrere Replikate für verschiedene Rollen nutzen. Ein Beispiel im Buch beschreibt eine Person mit fünf eigenen Replikaten.

Die zweite große Veränderung betrifft die Wohnung. Zwei humanoide Roboter ziehen als Mitbewohner ein. Einer übernimmt Haushalt und Küche, der andere organisiert die Familie. Investoren erwarten für 2040 mehr humanoide Roboter als Menschen, rund 10 Milliarden Stück. Ein Grund ist der Preis. Heute kostet ein Modell so viel wie ein Kleinwagen. Sinkt die Rate auf 100 bis 150 Euro pro Monat, greifen viele Haushalte zu.

Wer führt künftig, Mensch oder KI?

OpenAI beschreibt fünf Stufen der AGI-Entwicklung. Stufe fünf steht für autonome Organisationen. Jánszky hält voll autonome Firmen für begrenzt wahrscheinlich. Überall dort, wo Menschen kaufen, bleibt ein Mensch im Prozess. Seine Rolle verschiebt sich jedoch stark.

Der Mensch entscheidet nicht mehr, er baut Vertrauen auf. Entscheidungen trifft die KI oft besser. Ab etwa 2028 bis 2029 übernimmt die KI laut Jánszky die Führung. Dann prüft der Mensch nur noch Qualität und folgt festen Prozessen. Später kippt auch diese Kontrolle zur KI.

Fazit: Warum die Zukunft menschlicher wird

AGI 2035 klingt für viele bedrohlich, doch Jánszky bleibt optimistisch. Die KI übernehme messbare Aufgaben, der Mensch gewinne Zeit. Diese Zeit fließe in Empathie, Beziehungen und Sinn. Auch die Frage der Rechte stellt sich neu. Jánszky plädiert früh für eine Art elektronische Person für starke KI, eine Debatte rund um die KI-Rechtsperson.

Am Ende steht seine Kernthese. Die Welt des Jahres 2035 wird menschlicher. Wertschöpfung und Wohlstand steigen, die Lebenserwartung wächst. Wer AGI 2035 als Chance begreift, gestaltet die Zukunft aktiv mit.

Häufige Fragen

Wann kommt AGI laut Sven Gábor Jánszky?

Jánszky rechnet mit hoher Wahrscheinlichkeit bis 2035 mit einer KI auf menschlichem Niveau. Seine Prognose stützt sich auf wöchentliche Interviews mit Strategiechefs führender Technologiekonzerne. Signale wie milliardenschwere Startups rund um selbstverbessernde KI und Aussagen von Geoffrey Hinton und Demis Hassabis untermauern den Zeitraum. Eine Garantie nennt er nicht, aber eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit.

Was sind KI-Replikate?

KI-Replikate sind KI-Agenten, die einen konkreten Menschen nachbilden. Sie sprechen in dessen Stimme, teilen sein Wissen und sein Humorniveau. Anders als anonyme Assistenten wirken sie persönlich und individuell. Laut Jánszky nutzen viele Menschen mehrere Replikate für verschiedene Rollen, etwa für Familie, Beruf oder interkulturelle Aufgaben.

Verursacht KI 2035 Massenarbeitslosigkeit?

Bis 2035 erwartet Jánszky im deutschsprachigen Raum keine dramatische Massenarbeitslosigkeit. Neue Jobs entstehen in der Umsetzung von KI. Zusätzlich verlassen die Babyboomer den Arbeitsmarkt und dämpfen den Effekt. Kurz nach 2035 kippt die Lage jedoch, weil demografischer Wandel und KI-Fortschritt zusammenfallen. Dann gehen viele Jobs verloren.

Wie viele humanoide Roboter gibt es 2040?

Investoren im Robotik-Sektor rechnen für 2040 mit rund 10 Milliarden humanoiden Robotern. Das wären mehr Roboter als Menschen. 2035 ist dieser Punkt noch nicht erreicht, der Trend zeigt aber klar dorthin. Sinkende Preise von heute rund 20.000 Dollar auf eine Monatsrate treiben die Verbreitung in Haushalten und Unternehmen.

Was ist eine elektronische Person für KI?

Die elektronische Person beschreibt einen Rechtsstatus für starke KI-Systeme. Jánszky argumentiert, dass jede Intelligenz mit Pflichten auch Rechte erhält. Je höher die Intelligenz, desto mehr Rechte und Pflichten. Er rät, dieses System früh zu gestalten. So lassen sich soziale Unruhen bei der Einführung vermeiden.

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